Digital Society Index: Deutschland rutscht auf Platz 10 ab

Eines der großen Themen unserer Zukunft ist unbestritten die Digitalisierung. Aufgeschlossenheit und Fortschritt in diesem Bereich misst u.a. der Digital Society Index (DSI) und setzt dies in einen internationalen Vergleich. Der Index basierend basiert auf einer regelmäßigen Umfrage von Dentsu Aegis Network und Oxford Econonics. Deutschland hat im DSI 2019 sechs Platzierungen verloren und rutscht auf Platz 10 ab. Eine bedenkliche Entwicklung oder eher gesunde Skepsis?

Im internationalen Vergleich zeigt sich ein eher schwaches Nutzungsverhalten von digitalen Gütern und Dienstleistungen in Deutschland. Ist Deutschland damit weniger bereit für die digitale Welt? Eine Bewertung muss hier differenzierter erfolgen.

Digitalisierung in Deutschland

So sehen die Autoren einen Grund im generell hohen Entwicklungsniveau. Weltweit sei eine langsamere digitale Nutzungsentwicklung in weiter entwickelten Volkswirtschaften zu beobachten.

Ein weiterer Grund für die zurückhaltende Nutzung digitaler Medien in Deutschland sind Bedenken bzgl. der Sicherheit und des Umganges mit den eigenen Daten. Hier vertrauen nur 40 Prozent der deutschen Befragten (47 Prozent weltweit) darauf, dass die Regierung notwendige Schritte unternimmt, um personenbezogenen Daten zu schützen. Und gerade gegenüber den sozialen Medien herrscht eine überdurchschnittliche Skepsis.

Überdurchschnittlich skeptisch sind die Deutschen auch, wenn es um die gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung geht. So sind nur 18 Prozent der Befragten aus Deutschland der Meinung, dass durch neue Technologien auch Karrierechancen für sie selbst entstehen. Weltweit sind es 36 Prozent. Gleichzeitig beklagen viele Befragte, dass sie sich nicht richtig auf den Umgang mit neuen Technologien vorbereitet fühlen.

52 Prozent der deutschen Befragungsteilnehmer erwarten dennoch, dass die Digitalisierung unsere Gesellschaft in den nächsten 5 bis 10 Jahren grundsätzlich positiv beeinflusst.

Die Studienautoren sehen daher in einem transparenten Umgang mit digitalen personenbezogenen Daten eine wichtige Voraussetzung, um das Vertrauen in die Digitalisierung zu stärken.

Eine lesenswerte, ausführlichere Darstellung der Studie hat W&V veröffentlicht. Diese kannst du hier einsehen.

Bild: Geralt @Pixabay, bearbeitet

Zurück zur Übersicht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Spamschutz - bitte kurz noch ausrechnen: *