9 Anregungen für den Ausbau deiner SEO-Fähigkeiten

Suchmaschinenoptimierung (kurz SEO für Search Engine Optimization) spielt für Betreiber kommerziell genutzter Websites eine große Rolle. Eine einheitliche Ausbildung fehlt – zumal SEO auch immer in Wechselwirkung mit benachbarten Disziplinen wie IT, Online Werbung, Social Media Marketing oder Content steht. Wie bleibt ihr hier auf dem Laufenden? Welche Ressourcen nutzt ihr, um euch Inspiration zu holen und euer Wissen aufzubauen? Hier ein paar Anregungen.

Vorab gesagt: Theorie ist das eine, die Praxis das andere. Es gibt unzählige Blogs und Websites zum Thema SEO, ebenso wie Bücher, Ratgeber und Konferenzen. Vieles davon kann hilfreich sein. Allerdings halten sich auch hartnäckig Mythen und Gerüchte. Läuft man diesen nach, ist wertvolle Arbeit für die Katz – und falsche Ratschläge können sogar schaden.

Anregungen SEO - Fähigkeiten ausbauen

1. Testprojekte und Websites nutzen

Wenn du dich ernsthaft mit SEO beschäftigst, ist neben der Theorie vor allem die Praxis von Bedeutung. Dein Wissen setzt du natürlich auf der eigenen Website um. Darüber hinaus kannst du dein Handwerk aber auch auf einer (oder mehreren) Übungswebsite verfeinern. Das bietet sich besonders an, wenn du neue Strategien und Methoden zuerst einmal testen möchtest, ohne den Erfolg der Hauptseite zu gefährden.

2. Internetforen, Themenseiten und Fachbücher zu SEO

Wie bereits erwähnt und relativ naheliegend: Es gibt zahlreiche Ratgeber und Fachbücher. Die Online-Marketing- und SEO-Szene ist natürlich auch im Internet sehr aktiv und tauscht sich rege aus.

Viele Veröffentlichungen werden hier auch geschrieben, um wiederum bei Suchanfragen für SEO sichtbar zu sein. Doch gerade auf etablierten Portalen und Websites finden sich wertvolle Hinweise, ebenso wie die Möglichkeit zum Austausch mit Kollegen.

Als Einstieg für eure eigene Recherche ein paar Anregungen:

https://www.abakus-internet-marketing.de/foren/

https://www.sistrix.de/news/

https://blog.searchmetrics.com/de/

https://www.seobility.net/de/blog/

https://onlinemarketing.de/

https://www.omt.de/club/

 

Neben den deutschen Websites lohnt sich auch ein Blick ins Angelsächsische. Nicht selten kommen neue Impulse für die SEO-Arbeit aus Übersee. Auch hier ein paar Beispiele für SEO-Seiten, auf die ein Blick lohnt:

https://www.mattcutts.com/blog/

https://moz.com/blog

https://www.searchenginejournal.com/

https://searchengineland.com/

https://webmasters.googleblog.com/

Auch auf Reddit findet ein reger Austausch zu SEO-Themen statt, an dem ihr aktiv teilnehmen und wo ihr auch Fragen stellen könnt. Schaut euch doch mal um und in die verschiedene SEO und Onlinemarketing-Gruppen hinein.

3. Schreiben von Blogartikeln, Fachbeiträge und SEO-Anleitungen

Wir wissen meist viel mehr als wir wissen. 😉 Oftmals fehlt es nur am Zugang und einer strukturierten Erfassung.

Eine gute Möglichkeit, um Ordnung in deinen mentalen SEO-Werkzeugkasten zu bringen, ist daher das Schreiben von SEO-Artikeln oder Anleitungen für andere Personen. Dies hilft dir, deine Gedanken zu organisieren. Du findest so auch selbst neue Ideen und gleichzeitig heraus, wo es Wissenslücken gibt.

Das war übrigens auch für mich eine Motivation für diesen Artikel – um mich selbst bezüglich meiner eigenen SEO-Weiterbildung zu reflektieren und neue Ressourcen kennenzulernen.

Neben der Veröffentlichung von Artikeln auf deinem SEO-Blog kannst du zum Beispiel auch Handlungsleitfäden für dein Team erstellen. Oder – für ganz Ehrgeizige – du schreibst ein kleines SEO-Buch.

Noch wirkungsvolle wird diese Methode natürlich, wenn deine Überlegungen anschließend auch in der Praxis umgesetzt werden. Gerade konstruktives Feedback von anderen Personen wird dich zusätzlich weiterbringen.

Natürlich kannst du deine erstellten Leitfäden auch selbst nutzen, um konsequenter und strukturierter an SEO-Kampagnen zu arbeiten.

Ein anderer schöner Nebeneffekt vom Schreiben: Fast zwangsläufig wirst du auf Wissenslücken stoßen, zielgerichtet recherchieren und damit neue Methoden und Instrumente für die Suchmaschinenoptimierung entdecken.

4. Wissen persönlich weitergeben

In deinem Team oder Bekanntenkreis finden sich bestimmt Personen, die mit Internet zu tun haben. Für viele ist dabei das Thema SEO interessant, aber nicht jeder kennt sich damit so gut aus wie du.

Biete deine Hilfe an. Erkläre was du machst, welche Möglichkeiten es in der Suchmaschinenoptimierung gibt und welche konkreten Maßnahmen und Strategien du verfolgst. Wenn du z.B. als SEO-Manager im Marketing arbeitest, kann auch eine kleine Schulung der Kollegen hilfreich sein. Sie können dich dann besser bei deiner Arbeit unterstützen.

Ob bei der Vorbereitung auf eine Schulung oder auch nur im Gespräch unter Freunden, auf jeden Fall wirst du dir strukturiert über deine Arbeit Gedanken machen. Du besinnst dich auf Grundlagen, bemerkst vielleicht Lücken in deinem eigenen Handeln und bekommst Anregungen für Recherche und Weiterbildung.

5. Austausch mit Kollegen in angrenzenden Aufgabengebieten

Die Arbeit in der Suchmaschinenoptimierung hat viele Berührungspunkte mit anderen Disziplinen. Werbung, PPC, Content Marketing, Customer Care und Programmierung sind nur ein paar Beispiele.

Als Online-Marketing-Manager in einem kleinen Unternehmen deckst du vielleicht sogar den ein oder anderen Bereich in Personalunion ab. Aber auch, wenn du in einem größeren Team mit stärkerer Spezialisierung oder als externer SEO-Berater arbeitest, solltest du das nicht isoliert tun.

Spreche mit deinen Kollegen über ihre Tätigkeiten. Erweitere deinen Horizont in benachbarte Bereiche. Du bekommst damit ein besseres Verständnis für bestimmte Zusammenhänge und kannst gleichzeitig neue Ideen gewinnen.

Zudem wird dein Interesse an der Arbeit der anderen eure Zusammenarbeit verbessern. Du gewinnst die Möglichkeit ein Wörtchen mitzureden, wenn deren Vorgehensweise deinen SEO-Erfolg beeinflussen.

Der intensive Austausch lässt dich mehr über den Druck, die Prioritäten und Ziele der anderen erfahren. Gleichzeitig stärkst du deine eigene Position und kannst im Sinne deiner SEO-Strategien mitgestalten.

Denn eines ist klar: Der organische Traffic auf einer Website wird durch viele Aspekte beeinflusst. Diese werden nicht nur von dir selbst, sondern auch vom Handeln deiner Kollegen kontrolliert.

6. Weiterbildung in verwandten Disziplinen

Aktuell gibt es keine eigene Ausbildung oder gar ein Studium zum SEO-Manager. Viele wertvolle Kenntnisse werden aber in anderen Disziplinen gelehrt. Wenn du später im Bereich der Suchmaschinenoptimierung arbeiten möchtest, kannst du dies z.B. bei der Entscheidung für ein spezielles Studienfach bereits berücksichtigen. Aber auch für bereits aktive SEO-Berater bieten sich viele interessante Möglichkeiten zur nebenberuflichen Weiterbildung.

Das Lernen über Informationsbeschaffung und Datenbanken wird dir beispielsweise dabei helfen zu verstehen, wie Suchmaschinen Inhalte lesen, speichern und bereitstellen. Programmierkenntnisse helfen dir bei der technischen On Page Optimierung.

Die Beschäftigung mit Psychologie, Soziologie oder Politikwissenschaft gibt Aufschluss über treibende Kräfte menschlichen Handelns, die wiederum das Suchverhalten beeinflussen. Zudem gewinnst du wertvolles Handwerkzeug, um später zielgerichtet Inhalte und Content Marketing Kampagnen zu erstellen oder Conversion-Optimierung zu betreiben.

So hat ja bereits die Gestaltung der Meta-Beschreibung großen Einfluss auf die Frage: Wird deine Website auf Google angeklickt oder nicht?

Wenn du mehr darüber weist, wie Menschen suchen, was sie erwarten und was sie anspricht, kannst du hier optimal gestalten. Natürlich nicht nur die Meta Description, sondern auch die Inhalte deiner Website selbst oder externe Kampagnenbestandteile, die bestenfalls „viral“ werden.

Ein Blick über den Tellerrand – sei es technisch oder psychologisch kann also durchaus wertvoll sein und dir einen Vorsprung vor der Konkurrenz geben.

7. Andere Websites analysieren

Wenn du über längere Zeit an einer Website arbeitest, droht mitunter Betriebsblindheit. Auch technische oder andere Zwänge können dazu verleiten, vorschnell Kompromisse einzugehen, die den SEO-Erfolg schmälern.

Hier hilft ein Blick nach außen. Vergleiche dein Projekt mit verwandten Seiten, die auf Google & Co. erfolgreich sind. Was machen diese anders? Auf was wurde besonderer Wert gelegt – sei es im Umfang und in der Tiefe der Inhalte, in der Verwendung von Bildern und Medien, beim Webdesign, in der Backlink-Struktur oder in eher technischen Aspekten wie Page Speed, der Verwendung von Schema-Markup, den Linkstrukturen oder der CMS-Auswahl?

Mache ein Audit erfolgreicher Websites. Schaue dir genau an, wie die Websites SEO-optimiert wurden und leite daraus Anregungen und Maßnahmen für deine eigene Arbeit ab.

Jeder geht anders an ein Projekt heran und du kannst neue Wege entdecken, die du vielleicht bislang noch nicht in Betracht gezogen hast.

8. Beschäftige dich mit deinen SEO-Tools

Jeder der sich ernsthaft mit SEO beschäftigt, hat auch das ein oder andere Tool im Einsatz. Oftmals wird vom tatsächlichen Funktionsumfang der SEO-Software jedoch nur ein Bruchteil genutzt.

Schau dir deine SEO-Tools einmal genauer an – vor allem die bislang noch nichtgenutzten Funktionen. Auch dies ist ein hervorragender und dazu sehr einfacher Weg, um neue Ideen und neues Wissen zu sammeln.

Gibt es beispielsweise Reports, die du noch nie verwendet hast? Was für Daten enthalten diese und wie ließen sich diese Daten für deine SEO-Strategie sinnvoll nutzen?

Die meisten Software-Anbieter haben eine ausführliche Dokumentation über die von ihnen angebotenen Funktionen. Hier lohnt ein Blick ins „Handbuch“, nicht nur um die Software besser zu verstehen.

Sinnvoll ist es auch, die Ankündigungen der Anbieter zu verfolgen. Denn neue Funktionen werden häufig als Reaktion auf Ankündigungen von Suchmaschinen hinzugefügt – oder aufgrund hoher Nachfrage, da zahlreiche Nutzer diese einsetzen möchten. Vermutlich haben sie ihre Gründe dafür.

9. Last but not least: Branchen-Treffen, Stammtische, MeetUps, Messen und mehr

Digitale Marketing-Konferenzen und MeetUps sind weit verbreitet. Auch sie sind eine großartige Möglichkeit, sich weiterzubilden.

Achte dabei darauf, nicht nur Vorträge zu besuchen, bei denen du bereits im Thema bist. Suche dir auch mal gezielt Seminaren und Workshops aus, die du vielleicht sogar eher meiden würdest. Oft bekommst du gerade dort neue Impulse und wertvolle Tipps. Und wer weiß? Vielleicht entwickelt sich sogar in diesem bislang ungeliebten Teilgebiet eine ganz neue Begeisterung.

Auf der lokalen Ebene finden in vielen Städten Branchen-Treffen und Stammtische statt. Diese sind mal mehr oder weniger regelmäßig, mal mehr oder wenig straff organisiert. Manche Treffen folgen einem festen Programm, z.B. mit Vorträgen. Manche folgen eher der Idee des lockeren Kneipenbesuchs mit Kollegen. Ein Besuch kann auch hier lohnen.

Fazit

SEO umfasst eine Vielzahl von Fähigkeiten und Ansätzen. Hinzu kommt: Das Benutzer- und Suchmaschinenverhalten entwickelt sich fortlaufend. Daher ist es wichtig, dass wir offen für verschiedene Techniken bleiben und uns ebenfalls beständig weiterentwickeln.

Ob neu in der Branche oder bereits seit Jahren aktiv, es gibt immer mehr zu lernen.

Wir hoffen, euch hat der Artikel gefallen und ein paar Anregungen gegeben. Wie haltet ihr es mit Inspiration und Weiterbildung? Wo informiert ihr euch? Welche Veranstaltungen besucht Ihr? Welchen Blogs, Groups und Feeds folgt ihr?

Schreibt uns gerne hierzu in die Kommentare.

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