6 häufige SEO Fehler, die du vermeiden solltest

Für geschäftlich genutzte Websites ist ein Platz auf der ersten Google-Seite bares Geld wert. Aber warum klappt es trotz vieler Anstrengungen nicht mit der Top-Platzierung?

Vielleicht begehst du auch einen dieser 6 häufigen Fehler bei der Suchmaschinenoptimierung?

SEO Fehler vermeiden

In einem neuen Beitrag auf dem Blog von yoast.com hat SEO Consultant Michelle Foolen 6 häufige SEO-Fehler zusammengestellt. Yoast ist Anbieter eines der beliebtesten SEO-Plugins für WordPress, das auch wir für viele WordPress-Websites einsetzen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen aus den Niederlanden aber auch SEO-Beratung und Analysen an und hat auf Basis seiner langjährigen Erfahrung die folgende Liste zusammengestellt.

Sehr schön übersichtlich und nachvollziehbar, wie wir finden. Daher möchten wir euch hier eine kurze Zusammenfassung geben, ergänzt um ein paar eigene Tipps:

Fehler Nr. 1: Langsame Ladezeiten

Die Geschwindigkeit einer Website ist wichtig, um dem Besucher ein gutes Surf-Erlebnis zu bieten. Das gilt insbesondere für „mobile“, wenn er unterwegs mit dem Handy das Internet nutzt. Vor kurzem hat Google zudem offiziell bestätigt, dass die Seitengeschwindigkeit nun als Ranking-Faktor mit in seine Bewertung einfließt.

Daher sollte eure Seite schnell laden und die wesentlichen Informationen (above the fold) ohne Verzögerung anzeigen. Fortgeschrittene können hier einiges bei der Programmierung der Website herausholen. Als Agentur bieten wir dies auch im Rahmen einer sogenannten On-Page-Optimierung an.

Aber auch ohne direkt Einfluss auf die Programmierung der Website zu nehmen, kannst du einiges für den Page Speed tun, z.B.:

  • bei der Wahl des Webhosters auf schnelle Server und Antwortzeiten achten
  • Bilder optimieren! Dies ist auf vielen Websites nicht richtig umgesetzt und die Bilddateien werden viel zu groß hochgeladen.
  • Browser-Caching und gzip-Komprimierung nutzen

Ein paar Tipps zur Bilderoptimierung:

Wenn du die tatsächlichen Größen der Bilddarstellung auf deiner Homepage kennst, speichere die Bilder gleich in der richtigen maximal genutzten Größe ab. In den gängigen Programmen zur Bildverarbeitung hast du in der Regel zudem die Möglichkeit, die Bilder für das Web zu optimieren. Die Daten werden dabei komprimiert, die Bilddateien kleiner.

Sehr hilfreich hierbei können auch spezialisierte Tools sein wie z.B. TinyPNG, Imageoptim oder JPEGmini.

Wie schnell ist deine Website und wo besteht Optimierungspotenzial?
Hierzu bietet Google mit Pagespeed Insights ein praktisches Tool an.

Fehler Nr. 2: Für die falschen Keywords optimieren

Die offensichtlichen und am meisten gesuchten Keywords sind häufig nicht die beste Wahl. Zum einen ist hier meist die Konkurrenz am größten. Für ein gutes Ranking musst du viel Zeit und Geld daher investieren, sofern du überhaupt die Chance auf ein Top-10-Listing hast. Zum anderen triffst du mit spezielleren Keywords oftmals sehr viel besser deine Zielgruppe.

Für uns ist zum Beispiel der Suchbegriff „Joomla Agentur Frankfurt“ trotz eines relativ geringen Suchvolumens sehr attraktiv. Hiermit sprechen wir gezielt eine Hauptzielgruppe an, nämlich Kunden, die eine Agentur für das Joomla CMS in Frankfurt suchen. Vergleicht man dies zum Beispiel mit einem allgemeinen Keyword wie „Programmierer“, so ist hier zwar das Suchvolumen viel höher, wir würden aber mit allen Programmierern im deutschsprachigen Raum um eine gute Platzierung konkurrieren. Und ein Großteil der Suchenden sucht wahrscheinlich auch gar nicht nach einer Agentur im Bereich Webdesign oder Webentwicklung , sondern vielleicht nach einem Softwareprogrammierer für Windows oder SAP-Spezialisten etc. Natürlich ist es für das sogenannte „Long Tail Keyword“ auch wesentlich einfacher, eine gute Platzierung zu erreichen.

Mache dir daher um die Auswahl deiner Keywords ein paar Gedanken. Finde gute Suchbegriffe, die der Suchintention deiner Kunden entsprechen und optimiere die einzelnen Seiten deines Internetauftrittes ganz gezielt für einzelne Keywords.

Fehler Nr. 3: Fehlende SERP-Optimierung

Verpasse nicht die Chance, die Internetnutzer zum Besuch deiner Internetseite einzuladen. Ein Top-10-Ranking ist erstmal nur die halbe Miete. Der Internetnutzer muss dann auch auf deinen Link klicken.

Hierfür kannst du die Darstellung deiner Suchergebnisse bei Google beeinflussen. Im Fach-Chinesisch spricht man von SERP-Optimierung (SERP = Search Engine Result Page). Sie dient dazu, die sogenannte Click Through Rate (CTR) zu verbessern.

Wichtig sind hierfür der HTML-Seitentitel und die Meta Description.

SERP-Optimierung

Der HTML-Seitentitel wird in den Suchergebnissen bei Google als verlinkte Überschrift angezeigt, die Meta-Description als Beschreibung darunter.

Texte sowohl den Seitentitel als auch Meta-Description so, dass sie zum Klick auf deinen Link anregen. Überlege hierzu: Warum soll der Nutzer gerade deine Seite anklicken?

Wichtig: Die maximalen Längen beachten! Für den Seitentitel sind es (Stand Okt. 2018) ca. 65 Zeichen, für die Meta Description ca. 145 Zeichen.

Wenn du WordPress als CMS für deine Internetseite nutzt, ist hierfür das SEO-Plugin von Yoast sehr hilfreich. Damit kannst du den Seitentitel und die Meta-Description bequem direkt im jeweiligen Beitrag editieren. Das Plugin zeigt dir sogar an, wenn sie zu lang oder zu kurz sind.

Fehler Nr. 4: Auf gute Texte und Inhalte verzichten

Google liebt gute Inhalte, insbesondere Texte. Nur wenn deine Inhalte stimmen und für die Suchanfrage relevant sind, werden Suchmaschinen deine Website in den Suchergebnissen anzeigen.

Stelle daher sicher, dass jede Seite in deinem Internetauftritt gute und passende Texte hat. Du kannst nämlich nicht erwarten, dass Google dich als empfehlenswerten Experten für ein Thema ansieht, wenn du nur zwei Sätze auf deiner Website dazu geschrieben hast.

Wie du gute Texte für deine Website erstellst?

Ganz einfach, denke dich in deine Besucher hinein und erstelle tolle Inhalte für sie: Welche Erwartungen haben sie an deinen Website-Content? Welche Fragen möchten sie beantwortet haben? Was wird sie begeistern?

Fehler Nr. 5: Kein „Call to Action“ für deine Besucher

Wenn du Traffic und Besucher bekommst, ist es wichtig, dass sie auch weiterklicken und nicht direkt zurück zu Google springen. Biete ihnen eindeutige Handlungsanweisung, einen sogenannten „Call-to-Action“ (CTA). Idealerweise ist der Call-to-Action auffällig gestaltet, zum Beispiel als beschrifteter Button und macht klar, wie es nun weitergeht.

Zum Beispiel kann dies ein „Kaufen“-Button sein. Eine Schaltfläche, um sich in deinen Newsletter einzutragen oder ein Link, um weiterführende Informationen, Kontaktmöglichkeiten etc. aufzurufen.

Fehler Nr. 6: Keine Optimierung für „mobile“

Google hat dieses Jahr (2018) auf den Mobile-First-Index umgestellt. Damit trägt die Suchmaschine den geänderten Nutzungsbedingungen im Internet Rechnung. Immer häufiger werden Internetseiten nämlich über mobile Endgerät wie Handy oder Tablet aufgerufen.

Wenn du viele Besucher und gute Rankings haben möchtest, muss deine Internetseite also für die mobile Internetnutzung optimiert sein. Ein schneller Seitenaufbau ist wichtig, aber auch eine geeignete Darstellung.

Hierzu hat sich das sogenannte Responsive Webdesign durchgesetzt. Je nach Display-Größe wird dabei das Webdesign „dynamisch“ angepasst.

Ist deine Website hierfür bereit?
Das kannst du hier testen: zum Google Mobile Friendly Test.

Den gesamten Artikel „The 6 most common SEO mistakes and how to avoid them” in englischer Sprache kannst du hier einsehen.

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One Reply to “6 häufige SEO Fehler, die du vermeiden solltest”

  1. Hallo liebes formativ-Team,

    vielen Dank für den tollen Beitrag. Ihr habt vollkommen Recht mit den Fehlern. Würden wir einen Blogbeitrag darüber verfassen, würden wir sicherlich über die gleichen oft gemachten Fehler schreiben.

    Liebe Grüße aus Hannover

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